Konzept

 

Pädagogische Konzeption für die Kindertagespflege
1. Einleitung

In den heutigen Kindergärten sind meist sehr viele Kinder in einer Gruppe, teilweise 10 und mehr. Die Kinder sind oft eins von vielen, es kann nicht auf ihre Bedürfnisse eingegangen werden. Das bedeutet oft für die ganz Kleinen (0-3 Jahre) eine starke Reizüberflutung.
Die Kinder sollen sich in ihrem selbstgewählten Tempo entwickeln können und ihre Stärken selbst finden.
Deshalb möchte ich mit einer Gruppe von 3- 5 Kindern, eine kindgerechte Betreuung in einem familienähnlichen Rahmen anbieten.
Dabei ist es mir wichtig den Kindern Sicherheit und Geborgenheit zu geben, ihre individuellen Fähigkeiten zu fördern und ihre ungestörte Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen.

2. Tagesmutti Corinna stellt sich vor

Geboren bin ich am 18.04.1974. Meine ersten Jahre verbrachte ich zu Hause, dann im Kindergarten und später 10 Jahre in der Schule. Nach meinem Schulabschluss begann ich eine Ausbildung als Kinderkrankenschwester, die ich erfolgreich abschloss. Danach arbeitete ich speziell mit psychisch kranken Kindern.
Seit 1995 bin ich verheiratet und habe zusammen mit meinem Mann Karsten 4 Kinder.
Maximilian(geb.1996), Moritz(geb.1998), Ronja(geb.2003) und Silas(geb2011).
Da ich durch meine Kinder nicht mehr im Schichtdienst arbeiten kann, aber die Liebe zu Kindern und der Wunsch, mit ihnen zu arbeiten, sehr groß ist, fing ich im Sommer 2006 an, über eine Tätigkeit als Tagesmutti nachzudenken. Im Oktober 2006 begann ich eine Qualifikation zur Tagespflegeperson.
Seit September 2007 arbeitete ich als Tagesmutti und habe in meinem Haus separate Räume zur Betreuung eingerichtet.
Ich möchte meine Liebe zu Kindern und meine Erfahrungen im Umgang mit Kindern, auch gern an ihre Kinder weiterreichen.

3. Vorstellung meiner Kindertagespflege

Unser Haus liegt in Auerbach, Ortsteil Reumtengrün. In der Nähe des Neubaugebietes.
Vor dem Haus gibt es zwei Parkmöglichkeiten.

Die Kinder haben ihr eigenes Spielzimmer, mit Kuschelecke, Puppenecke und Spielecke. Neben dem Spielzimmer befindet sich unser Essbereich in dem wir gemeinsam die Mahlzeiten einnehmen.
Für Ruhezeiten bzw. Mittagsschlaf haben die Kinder einen separaten Schlafraum.
Natürlich stehen Toilette, eigene Töpfchen, Waschplatz und Wickeltisch zur Verfügung.
Einen abgeteilten Garten zum Spielen und Bewegen an der frischen Luft mit Spielhaus, Sandkasten, Rutsche und vielen Spielsachen gibt es auch. Damit können die Kinder ihren täglichen Bewegungsdrang befriedigen.
In unmittelbarer Nähe haben wir Wälder, Wiesen und Felder, hier können die Kinder ihre Natur selbst erkunden und erforschen.

Unser Berner Sennen Hund „Aika“ ist auch „Mitbewohner“ unseres Hauses.
Tiere sind für die Entwicklung der Kinder sehr wichtig, denn sie haben einen positiven Einfluss auf die Psyche und die Gesundheit der Kinder. Sie sind Seelentröster, geben emotionale Nähe und Annerkennung.

4. Pädagogisches Profil

Es ist mir wichtig, den Kindern Normen und Werte zu vermitteln.
In meiner Kindertagespflege möchte ich die Bedingungen für eine ganzheitliche Entwicklung der Kinder schaffen.
Hierfür wird mir der Bildungsplan ein wichtiger Leitfaden sein, die Bildungsbereiche in den täglichen Tagesablauf zu integrieren.
Ganzheitliche Bildung heißt für mich das Kind nicht nur einseitig zu beanspruchen, sondern stets als „Ganzes“ zu fördern.
Folgende Bildungsbereiche möchte ich in die Erziehung der Kinder ineinander übergreifend einsetzen:

– somatische Bildung
– soziale Bildung
– ästhetische Bildung
– naturwissenschaftliche Bildung
– mathematische Bildung
– kommunikative Bildung

Die Somatische Bildung umfasst den Körper, die Bewegung und die Gesundheit.
Die soziale Bildung umfasst d. Entwicklung der Kooperationsfähigkeit, der Konfliktfähigkeit, Toleranz und der Übernahme von Verantwortung.
Die ästhetische Bildung umfasst die Wahrnehmung mit allen Sinnen, die Musik, das bildnerische Gestalten und das Empfindungsvermögen.
Die naturwissenschaftliche Bildung umfasst das Entdecken, die Natur aber auch die Ökologie und Technik. Kurz und knapp: das Kind soll lernen, die Welt zu verstehen.
Die mathematische Bildung umfasst das Ordnen, Messen, Wiegen und Vergleichen.
Die kommunikative Bildung umfasst die Sprache, das Zuhören und Verstehen.

Ich möchte ihnen nun meine Ziele für die pädagogische Arbeit mit ihren Kindern verständlich erläutern:

Das Kind wird in meiner Arbeit immer an 1. Stelle stehen. Ich möchte seinen Bedürfnissen gerecht werden und setze somit situationsbezogene Lernangebote ein, um die Kinder in ihrem aktiven Lernprozess zu unterstützen.
Für die Stärkung ihres Selbstwertgefühls sollen sich die Kinder in ihrem selbstgewählten Tempo entwickeln können. Sie sollen ihre Stärken selbst finden.
Nur zufriedene Kinder sind auch glückliche Kinder!

Ich möchte die Tageskinder in meine Familie integrieren und einbeziehen. Sie sollen an den häuslichen Tätigkeiten teilhaben und in die Gemeinschaft der Kinder einbezogen werden.
Schon mit kleinen alltäglichen Aufgaben, wie das An-, und Ausziehen, das Zähneputzen, das Händewaschen oder auch das Tischdecken möchte ich bei den Kindern die Selbstständigkeit aber auch die Fein-, und Grobmotorik fördern.

Auch der Aufenthalt im Freien (bei jedem Wetter) ist für die Förderung der Motorik sehr wichtig. Die Kinder können sich austoben (klettern, rennen u.a.) und so ihren Bewegungsdrang ausleben. Sie lernen durch und mit der Natur, z.B. lernen sie ihre Umwelt intensiver und mit allen Sinnen wahrzunehmen. Mit Kreisspielen, Fingerspielen und Ballspielen möchte ich bei den Kindern die Körperwahrnehmung und Koordination schulen.

Die Förderung der sprachlichen Entwicklung unterstütze ich durch Vorlesen, Erzählen, Anschauen von Bildern, Reimen und Rollenspiele.
Durch Singen von Liedern, Tanzen, Hüpfen, Kreisspiele, gemeinsames Musizieren und Hören von Musikstücken werden die Kinder voller Freude an der Welt der Musik teilnehmen.
Mit verschiedenen Materialien werde ich mit den Kindern basteln und malen, so dass auch ihre Kreativität und Phantasie ausgeprägt wird.

Kleine Aufgaben, wie das Verteilen des Essens, Aufzählen verschiedener Dinge, Erkennen der fünf Finger an der Hand, lassen das Kind schon erste Erfahrungen mit Mengen machen.
Auch das Ordnen nach Farben, Formen und Größen, das Zuordnen untereinander gehören schon zu ersten kleinen mathematischen Bildungen.

Mit kleinen „Exkursionen“ in der Natur möchte ich den Kindern die Möglichkeit geben, die Antworten auf ihre Fragen selbst zu finden. z.B. „Warum ist es im Schatten kühler als in der Sonne?“ „Was ist überhaupt Schatten?“ „Welche Farben haben die Blätter?“

In der Kuschelecke können sich die Kinder zurückziehen und entspannen.

Auch eine gesunde Ernährung setze ich als Priorität. Das Mittagessen werde ich von einem kindgerechten Essenanbieter beziehen. Frühstück und Vesper wird von den Eltern mitgebracht. Für die Obstpause steht eine von mir zubereitete Obstschale bereit.

Die Versorgung unserer Haustiere wird das Verantwortungsbewusstsein der Kinder fördern. So lernen auch Kinder, die noch keinen Kontakt mit Tieren hatten, die Liebe zu und den Umgang mit den Tieren.
Schon alleine das Streicheln der Tiere löst positive Gefühle aus. Die Kinder werden durch das Streicheln ruhig, Stress und Anspannung verschwinden.
Tiere laden zum Austausch von Körperkontakt und Zärtlichkeiten ein.
Besonders Kinder mit Angst vor emotionaler Nähe brauchen diese Zärtlichkeiten.

Die Kinder gestalten ihren Tag selbst, ohne Anweisungen und Vorschläge.
Sie sollen Spiele und Spielpartner selbst wählen und die Beharrlichkeit entwickeln, schwierige Dinge selbst zu Ende zu führen. Meinungsverschiedenheiten sollen sie lernen, untereinander zu regeln, ohne dass die Tagesmutti immer sofort eingreift.
Ich möchte das Selbstvertrauen, die Gelassenheit und gleichzeitig die erworbene Neugier der Kinder erhalten, so dass sie sich auf neue, fremdartige Situationen einlassen können.

Verschiedene Feste im Jahr werden wir dementsprechend feiern und den Kreislauf der Jahreszeiten werde ich ebenfalls in meine Planung mit einbeziehen.

Ich möchte mit einem festen und geregelten Tagesablauf (Spiel-, Essens-, und Schlafenszeiten) den Kindern helfen, sich in meiner Kindertagespflege sicher und geborgen zu fühlen, sowie sich im Tagegeschehen orientieren zu können.

Regeln und Rituale:

Die Kinder sollen bei mir genug Freiraum haben um sich zu entfalten, trotzdem ist es wichtig ,dass die Kinder sich an gewisse Grenzen und Regeln halten, denn diese verleihen Vertrauen und Sicherheit und gehören zu unserem Leben.

Regeln:

– gemeinsames Aufräumen
– Spielsachen nicht zerstören
– Rücksicht auf andere Kinder
– wir essen gemeinsam am Tisch
– Zähneputzen nach dem Mittagessen
– Händewaschen vor und nach dem Essen
– Händewaschen nach dem Töpfchen

Auch feste Rituale in unserem Alltag sind mir sehr wichtig, sie helfen den Kindern
bei der Eingewöhnung und geben ihnen ebenfalls Sicherheit und Vertrauen.

Rituale:

– täglicher Morgenkreis mit Begrüßungslied
– geregelte Ruhephasen
– Tischspruch bei den Mahlzeiten
– Vorleseritual vor dem Mittagsschlaf

Dies sind meine Ziele für die pädagogische Arbeit. Die Angebote werden je nach Tagesablauf zwischen Frühstück und Mittag erfolgen.
Beispiel eines Tagesablaufes:

7.00Uhr – 8.00Uhr Begrüßung der Kinder, Spiel
8.00 Uhr Frühstück, danach Händewaschen, Wickeln, Töpfchen
8.30 Uhr Morgenkreis(singen, Tanzen, Fingerspiele…)
9.15 Uhr Obstpause
9.30 Uhr freies Spiel bzw. Angebote
10.15 Uhr Ausflug ins Freie (spielen im Garten, Sparziergang,
Besuch eines Spielplatzes…)
11.15 Uhr Mittagessen, danach Körperpflege
12.00 Uhr-14.30Uhr Mittagsruhe, Töpfchen, Wickeln
14.45 Uhr Vesper, Händewaschen
15.00 Uhr freies Spiel, Aufenthalt im Freien
16.00 Uhr Abholen

5. Zusammenarbeit mit den Eltern

Um eine gesunde Entwicklung des Kindes zu erreichen, lege ich großen Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern.
Wichtig dafür sind: Gegenseitiges Vertrauen, Respekt, Ehrlichkeit, Abstimmung in grundsätzlichen Fragen des Erziehungsstiles, aber auch alltäglicher Dinge.
Die Eltern und die Tagepflegeperson sollen immer zum Wohl des Kindes zusammenarbeiten!
Die täglichen Tür und Angel Gespräche sind mir sehr wichtig, so erfahre ich wie hat das Kind geschlafen, wie fühlt es sich, wer holt es ab …
Im Gegenzug erhalten die Eltern nachmittags auch von mir Informationen des Tages
über ihr Kind.
Die Eltern können jeder Zeit mit Problemen oder Anregungen auf mich zu kommen.
6. Beobachtung und Dokumentation
Durch das regelmäßige Führen von Gesprächen möchte ich den Eltern hilfreich und beratend zur Seite stehen.
Ein wichtiges Instrument der Dokumentation ist das Fotografieren.
Ich fertige für jedes Kind ein Fotobuch an, das sie am Ende ausgehändigt bekommen.

 
8. Fachlicher Austausch und Fortbildung

In Kooperation und Vernetzung mit anderen Tagesmüttern stehe ich ständig im Erfahrungsaustausch.
Auch die Zusammenarbeit und Kooperation mit dem Jugendamt ist mir sehr wichtig.
An Fortbildungen nehme ich regelmäßig teil.
Alle 2 Jahre nehme ich an einem Erste Hilfe Kurs für Kinder teil.

 

 

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